Kind bei Prüfungsstress helfen, ohne Druck zu machen

Kind bei Prüfungsstress helfen, ohne Druck zu machen

Wer seinem Kind bei Prüfungsstress helfen will, setzt am besten nicht beim Lernstoff an, sondern beim Druck: Ein Kind, das sich sicher fühlt, kann sein Wissen abrufen, ein angespanntes Kind nicht. Gemäss der Pro Juventute Jugendstudie fühlt sich ein Drittel der Kinder und Jugendlichen in der Schweiz gestresst. Was Sie als Eltern vor einer Prüfung sagen und tun, entscheidet mit, ob die Prüfung für Ihr Kind eine Bedrohung bleibt oder eine lösbare Aufgabe wird.

Warum Druck das Gegenteil bewirkt

Kinder setzen sich vor Prüfungen oft selbst unter Druck. Pro Juventute beschreibt dazu einen zweiten Antreiber: Viele Kinder haben Angst, ihre Eltern mit schlechter Leistung zu enttäuschen.

Wenn Sie als Mutter oder Vater den Ernst der Lage betonen, bestätigen Sie dem Kind ungewollt: Hier steht viel auf dem Spiel. Die Anspannung steigt, und genau diese Anspannung blockiert das Denken. Das kennen Erwachsene aus Bewerbungsgesprächen: Wer angespannt ist, findet die Worte nicht, die er eigentlich weiss.

Auch gut gemeinte Sätze können Druck machen. «Du kannst das doch» klingt aufmunternd, kommt beim Kind aber oft als Erwartung an: Wenn ich es kann, darf ich keinen Fehler machen.

Was Sie konkret tun können

Der wirksamste Beitrag der Eltern ist nicht mehr Lernzeit, sondern eine ruhige Grundhaltung: Zu Hause ist die Prüfung ein Thema unter vielen, kein Ausnahmezustand.

Das heisst nicht, das Thema zu meiden. Fragen Sie, was Ihr Kind schon kann, nicht, was es noch nicht kann. Planen Sie Übungszeiten und Pausen gemeinsam, damit das Kind spürt: Ich habe das im Griff. Und trennen Sie die Note von der Person: Eine schlechte Note ist ein Ergebnis, kein Urteil über Ihr Kind.

Was Druck machtWas stattdessen hilft
«Diese Prüfung ist wichtig.»«Wir schauen zusammen, was du schon kannst.»
«Hast du auch genug gelernt?»«Wann willst du üben, und wann machst du Pause?»
Am Vorabend nochmals alles abfragenAm Vorabend abschliessen und etwas Schönes machen
Nach der Prüfung zuerst nach der Note fragenZuerst fragen, wie es dem Kind ergangen ist

So gelingt der Abend vor der Prüfung

Der Vorabend entscheidet oft mehr über die Prüfung als die letzte Lernstunde. Ein Kind, das ausgeruht und in Ruhe in den Morgen startet, kann auf das zugreifen, was es gelernt hat.

Kurze Entspannungsübungen helfen dabei mehr als spätes Büffeln. Drei einfache Techniken finden Sie in unserem Beitrag zu Atemübungen für Kinder: Sie dauern wenige Minuten und lassen sich gut in das Abendritual einbauen.

Der ruhige Prüfungs-Vorabend

  • Lernsachen am frühen Abend versorgen, danach kein Stoff mehr
  • Eine kurze Atemübung zusammen machen, zwei bis drei Minuten reichen
  • Schulsachen und Znüni schon am Vorabend bereitstellen
  • Zur gewohnten Zeit ins Bett, ohne Bildschirm direkt davor
Vier Punkte, die dem Kind zeigen: Alles ist vorbereitet, nichts fehlt.

Für wen ist Mentaltraining geeignet?

Mentaltraining eignet sich für Kinder, die vor Prüfungen regelmässig blockieren, schlecht einschlafen oder über Bauchweh klagen, obwohl sie den Stoff eigentlich beherrschen. Solche Kinder brauchen keinen zusätzlichen Lernstoff, sondern Techniken, um zur Ruhe zu kommen.

Genau dort setzt Muet im Chopf an: kindgerechte Mental- und Entspannungstechniken für Kinder der 1. bis 6. Klasse, in kleinen Gruppen mit maximal 4 Kindern, in der Praxis in St. Gallen. Die Kinder üben dort Schritt für Schritt, was sie vor Prüfungen selbst anwenden können. Was das für Sie als Eltern bedeutet, lesen Sie auf der Seite für Eltern.

Ehrlich gesagt gehört auch das dazu: Mentaltraining ersetzt keine psychotherapeutische oder medizinische Behandlung. Wenn die Angst Ihres Kindes über Wochen anhält, den Schulbesuch belastet oder von körperlichen Beschwerden begleitet wird, ziehen Sie eine Fachperson bei, zum Beispiel den Kinderarzt oder den Schulpsychologischen Dienst.

Wenn Ihr Kind gelassener in Prüfungen gehen soll: Lernen Sie das Kinder-Mentaltraining in St. Gallen kennen.

Muet im Chopf kennenlernen